Was ist Esperanto?

Esperanto ist eine Plansprache, die der internationalen Verständigung dient. Man braucht keinen Übersetzer, sondern kommuniziert direkt untereinander. Die Sprache ist keiner Nation zugeordnet, sondern war eigentlich das erste Projekt, das von Beginn an gemeinfrei (public domain) war. Sie ist leicht zu erlernen und kennt keine Ausnahmen. Ihre Grammatik passt daher komplett auf eine einzige Seite.

Aber: ist denn nicht bereits das Englische die internationale Sprache?

Nicht wirklich, denn:

  • Nur 7% der Weltbevölkerung nutzt Englisch als Muttersprache; weitere 7% mussten es erlernen und haben darin Grundkenntnisse.
  • In den meisten Ländern, die Touristenzentren ausgenommen, sprechen die Einwohner überhaupt kein Englisch.
  • Englisch ist nicht einfach; es hat einen sehr reichen Wortschatz und kennt zahlreiche Ausnahmen und unregelmäßige Formen. Und ein höheres Sprachniveau zu erreichen, stellt hohe Anforderungen.
  • Jedes Treffen mit englischen Muttersprachlern setzt die anderssprachigen Teilnehmer herunter; denn sie beherrschen nie die perfekte Aussprache und können in gutem Sprachlevel, auf Augenhöhe etwas beitragen. Ist das gerecht? Bei Esperanto hat jeder die gleiche Chance und keiner ist im Vorteil. Auch bei der Aussprache: jeder so, wie er es eben kann.

Warum sollte ich Esperanto lernen?

  • Diese Sprache ist einfach schön, hat eine schlichte und doch treffende und ausdrucksstarke Struktur.
  • Mit Esperanto kann man Mitmenschen in der ganzen Welt begegnen. Man spricht direkt mit ihnen, auf Augenhöhe, ohne Überheblichkeit, egal ob im Netz oder Aug’ in Auge.
  • Man trifft interessante Menschen, die alle eines gemeinsam haben: ihre gemeinsame Sprache Esperanto.
  • In Esperanto begegnet man originalen Werken; man kann sie genießen oder selbst welche erschaffen: Literatur, Poesie, Musik. Das können auch Sprecher der “kleineren” Sprachen.
  • Internationale Treffen mit Vertretern aus allen Nationen werden möglich, ohne Dolmetscher, mit direktem Kontakt. Jährlich findet ein Weltkongreß statt, irgendwo auf der Welt, jedes Mal woanders. Für die vielen kleineren Treffen reichen nicht mal die Tage im Jahr, um sie aufzulisten.
  • Man kann die ganze Welt bereisen und die Gastfreundschaft anderer Menschen erfahren, direkt in ihren Heimen und Familien.
  • Wer Esperanto einmal gelernt hat, dem fällt es viel leichter, dann noch andere Nationalsprachen zu erlernen.

Ist es wirklich so einfach, Esperanto zu lernen?

Ja! Die Sprache ist aus mehreren Gründen so leicht:

  • Einfache Grammatikregeln.
  • Man spricht alles so, wie es geschrieben ist. Diktate üben ist unnötig.
  • Ausnahmen oder Unregelmäßigkeiten entfallen.
  • Der Wortschatz gründet sich auf Wortwurzeln, so dass man mittels Vor- und Nachsilben eine Unzahl an neuen Worten parat hat.
  • Viele Wortwurzeln basieren auf europäischen Sprachen. Das ist für Europäer sehr einfach. Es gibt aber auch andere Worte.
  • Die Sprache ist wohlklingend – wenn man vergleichen will: irgendwo zwischen Italienisch und Spanisch.

Dennoch, es handelt sich um eine komplette richtige Sprache, wie all die anderen in der Welt. Um sie zu erlernen, muss man sicher nur ein Zehntel der Zeit investieren, die beispielsweise das Englische erfordert. Um sie perfekt zu beherrschen, braucht man natürlich etwas länger als einige Monate Zeit und Mühe.

Welche Esperanto-Aktivitäten erwarten mich im Netz?

Das Internet hat sich rapide ausgebreitet und damit auch dem Esperanto eine regelrechte Blütezeit verschafft: es ist einfach DIE ideale Sprache im Netz. Sie ermöglicht direktes Kommunizieren zwischen Menschen in aller Welt. Ohne dass man die Vermittlung durch eine andere Sprache braucht. Es gibt Netzseiten, Blogs, Forumen, Podcasts, Youtube-Kanäle – alles natürlich in Esperanto. Nicht zu vergessen: die Wikipädie in Esperanto. Im Telegram Messenger findet man täglich mehr als 1000 neue Nachrichten in der allgemeinen Esperantogruppe, und da sind die Teilnehmer andauernd akiv, tag und nacht. Früher sagte man, im britischen Weltreich ginge die Sonne nie unter. Das stimmt schon lange nicht mehr. Doch bei Esperanto ist es so, wohnen doch seine Nutzer wirklich überall in der Welt.

Aber ist das wirklich eine echte Sprache, in der ich alles ausdrücken kann, egal was? Gibt es für alles ein Wort?

Klar, das kann man beweisen mit dem Hinweis auf die Muttersprachler. Es gibt Kinder, die in und mit dieser Sprache als Muttersprache aufwachsen. Sie verwenden sie als Umgangssprache, ihren eigenen Slang, haben Witze, Lieder, Folklore, Zeitschriften oder Literaturwettbewerbe – was auch immer du dir ausdenken kannst.

Ein Satz auf Esperanto gefällig?

Der wohl wichtigste ist “Ich liebe dich!” – „Mi amas vin!“

Und wie kann ich dann Esperanto lernen?

Jeder findet die beste Methode für sich selber. Zurzeit ist es IN, Esperanto im Netz zu lernen, mit dem Smartphone.

Das ist, natürlich, alles kostenfrei: